Kopfleiste

Simone Weil: Lebenserfahrung und Geistesarbeit

21.01.10

Beginn: 19:30 Uhr

ein Abend mit Lou Marin  Überstzer des Buches:

Charles Jacquier (Hg.)
Lebenserfahrung und Geistesarbeit
Simone Weil und der Anarchismus
(Verlag: Graswurzelrevolution)

"Die asketische Anarchistin
von Lou Marin

Simone Weil gehört für mich sicher zu den faszinierendsten, aber auch mysteriösesten Frauen in der anarchistisch-pazifistischen Bewegung. 1909 innerhalb einer wohlhabenden jüdischen Familie in Paris geboren, völlig areligiös erzogen, wurde sie Lehrerin in der Provinz (Le Puy / Haute Loire), gewann dort zu Beginn der dreißiger Jahre Anschluss an die libertäre ArbeiterInnenbewegung, arbeitete als Intellektuelle trotz ihrer kranken körperlichen Verfassung (immer wiederkehrende starke Kopfschmerzen) 1934- 36 in Industriefabriken, beteiligte sich im August und September 1936 an der spanischen Revolution (wo sie sich beim Kochen durch siedendes Öl verbrannte), wandte sich nach früher Beteiligung bei der französischen Résistance und zweimaliger Verhaftung durch die Deutschen im britischen Exil mystisch-christlichen Gedanken zu und wollte aber kurz vor ihrem Tod 1943 wieder nach Frankreich zurück, um erneute für die Résistance zu kämpfen, was ihr de Gaulle aufgrund ihrer Krankheit nicht erlaubte. An Simone Weil besticht ihr beständiger Versuch, als libertäre Intellektuelle jegliche persönliche Egozentrik zu vermeiden und konsequent ihr Leben in Einklang mit dem Leben der Armen, Flüchtlinge und ArbeiterInnen zu bringen -- bis hin zur Selbstaufgabe und ohne Rücksicht auf ihre körperliche Verfassung und Gesundheit. (...)"  mehr unter http://www.trend.infopartisan.net/trd0499/t430499.html

 siehe auch: http://www.graswurzel.net

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